Epilepsie

 

Neben der klassischen Therapie mit Phenobarbital und Kaliumbromid haben sich in der Veterinärmedizin einige anti-epileptischen Medikamenten der  2. Generation etabliert. Allerdings sollte besonders bei den regelmäßigen Krampfanfällen eine ausführliche Diagnostik (Blutuntersuchung; evtl. Gentest auf bestimmte Stoffwechselkrankheiten z.B. Ceroid Lipofuscinosis, Lafora-Krankheit; evtl. Liquoruntersuchung um eine Enzephalitis auszuschliessen; evtl. Kernspintomographie zum Ausschluss raumfordernder Prozesse wie Blutungen, Ventrikelvergrößerung, Tumore) vor jeder Behandlung stehen.

Meningitis/Enzephalitis/Myelitis-Komplex

 

Obwohl sich viele Entzündungen des Gehirn, des Rückenmarks und der Gehirnhaut manchmal als schwierig bis unmöglich behandelbar herausstellen, kann nach ausreichender Abgrenzung gegenüber anderer Erkrankungen (z.B. zerebraler Blutungen, Lymphomen, bakterieller-/fungaler Infektion) in vielen Fällen ein Behandlungsversuch unternommen werden. Es stehen eine Reihe immun-suppressiver Medikament zur Verfügung, es sollte sich allerdings strikt an Behandlungsprotokolle gehalten werden, um Rückfälle zu vermeiden und dauerhaften Behandlungserfolg zu gewährleisten.

Chiari-ähnliche Malformation und Syringo(Hydro-)myelie

 

Viele Hunde mit asymmetrischer Flüssigkeitsansammlung im Halsrückenmark neigen zu anfallsweisem Kratzen im Ohr-/Nacken-/Schulterbereich. Das tritt häufig in Zusammenhang mit plötzlichen Liquordruckerhöhung durch Aufregung, Futteraufnahme usw. auf. Therapieansätze sind zum einen eine Erniedrung des Liquordruckes (Diuretika; Medikamente, die die Liquorproduktion reduzieren), Reduktion der para-syringealen Entzündung oder Analgesie der im Rückenmark betroffenen Schmerzkerne. Häufig muss eine Kombination von verschiedenen Medikamenten angewendet werden und in besonders schweren Fällen kann eine chirurgische Entlastung des Liquordruckes nötig sein.